Eine Maine Coon Kätzin wird zum ersten Mal mit ca. 9-12 Monaten rollig. In manchen Fällen kann dies auch schon mit 6 Monaten passieren, es gibt aber auch „Spätzünder“ die erst mit 1,5 Jahren zum ersten Mal rollig werden.

Wenn die Katze rollig ist, ist sie meistens schmusiger und anhänglicher als üblich. Sie wirft sich auf den Boden und rollt sich, reibt sich an Gegenständen und putzt sich vermehrt. Einige Katzen rufen nach dem Kater, gurren und röhren (ein tiefes Maunzen), manche Katzen geben allerdings keine sichtbaren Anzeichen für eine Rolligkeit und werden erst mit der Begattung richtig rollig. Wenn die Katze sich beim Berühren des Hinterteils hinhockt, mit den Hinterbeinen trampelt und den Schwanz beiseite legt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Katze auf dem Höhepunkt der Rolligkeit und bereit zur Paarung ist.

  

Mit der Begattung findet erst der Eisprung bei der Kätzin statt. Bei erfolgreicher Paarung lässt die Kätzin einen lauten Deckschrei hören (einige Katzen wiederum wirbeln ruckartig herum, schlagen nach dem Kater und fauchen ihn an). Der Deckakt kann sich bis zu 3 Tagen hinziehen in denen sich die Kätzin mehrfach decken lässt. Klingt die Rolligkeit ab, lässt die Kätzin keine weiteren Deckungen zu.

Maine Coon´s tragen ca. 65 Tage und haben eine Wurfstärke von ca. 4-6 Kitten. Die Ernährung spielt bei trächtigen Kätzinnen eine große Rolle. Die werdende Mutter braucht jetzt hochwertigeres nährstoffreicheres Futter und frisst auch deutlich mehr, oft viele kleine Portionen über den Tag verteilt. 

Die ersten Anzeichen einer Trächtigkeit sieht man nach ungefähr 3-4 Wochen wenn die Zitzen leuchtend rosa werden und anschwellen, je nach Kittenanzahl kann man ab da an auch schon eine Gewichtszunahme feststellen.

 

Zitze einer nicht trächtigen Katze, die Zitze ist blass rosa und normal groß

Zitze einer trächtigen Katze, die Zitze ist kräftig rosa und vergrößert

 

 

Ab der 5. Trächtigkeitswoche sucht die Kätzin nach einem geeigneten Wurflager und probiert Schränke und Schubladen aus. Man sollte der Katze eine Wurfkiste anbieten, die möglichst aufklappbar ist und vor Zugluft schützt. Die Wurfkiste sollte an einem ruhigem Ort aufgestellt werden wo es nicht zieht, aber es die Möglichkeit zum heizen und lüften gibt. Auf dem Wurfkistenboden sollte eine gute Lage Zeitungspapier (zum Aufsaugen während der Geburt) ausgelegt werden und darüber alte Handtücher.

Ab der 7. Trächtigkeitswoche ist die Katze deutlich ruhiger und springt nur noch selten.

 

Wenn die Geburt kurz bevor steht, ruft die Kätzin oft nach ihrem Menschen und fordert ihn auf, bei ihr zu bleiben. Sie sollten sich die Nummer Ihres Tierarztes und sollte es ein Wochenende sein, die Nummer des tierärztlichen Notdienstes bereit legen. Es ist zu empfehlen, sich zuvor Bachblüten Notfalltropfen aus der Apotheke besorgt zu haben, falls die Katze während der Geburt zu nervös wird. Zudem sollten Sie sich trockene Handtücher, eine Waage, einen Stift mit Notizblock, Bindfaden und eine Schere bereit legen.

Wenn das erste Kätzchen geboren ist, leckt die Mutter zuerst das Schnäuzchen frei damit das Kätzchen atmen kann. Leckt die Mutter das Kätzchen nicht frei oder ist zu langsam, muss nachgeholfen werden, indem man mit einem trockenen, fusselfreiem Tuch das Schnäuzchen frei reibt. Denn sonst versucht das Kätzchen schon zu atmen obwohl es noch die Fruchtblase umgibt und schluckt Fruchtwasser (das kann tödlich enden!).

Ist die Kätzin noch unerfahren, kann es vorkommen, dass sie die Kitten gar nicht oder zu lang abnabelt. In solchen Fällen muss nachgeholfen werden um einen Nabelbruch zu verhindern. Zum abnabeln bindet man einen Bindfaden ca. 2-fingerbreit vom Bauch des Kittens die Nabelschnur ab, dann schneidet man die Nabelschnur auf der Seite des Mutterkuchens durch. Nach dem Abnabeln muss das Kitten noch gewogen werden (das Geburtsgewicht wird notiert und liegt je nach Wurfgröße bei ca. 80-130g) und darf dann zurück zu seiner Mutter um seine erste Mahlzeit an der Milchbar zu genießen.

Eine Geburt kann je nach Wurfgröße bis zu 10 Stunden oder sogar 2 Tage dauern. Sollte ein Kitten feststecken rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an!

 

Es ist nicht ungewöhnlich das die Kätzin in den ersten Wochen kaum frisst und nur zum trinken und für den Gang auf die Toilette aus der Wurfkiste kommt. Man kann ihr das Futter in die Wurfkiste stellen, aber wenn die Kitten selbstständiger und mit ca. 4 Wochen zugefüttert werden, bewegt sie sich mehr und frisst auch wieder normal.

 

Es kann leider auch mal vorkommen, dass man aus verschiedenen Gründen (z. B. durch eine Frühgeburt / Kitten haben keinen Saugreflex oder sind einfach zu schwach) die Kitten sondieren muss. Da ich am 07.05.2013 bei meiner Mona leider eine Frühgeburt hatte (sie kamen 7 Tage zu früh), war ich gezwungen die Kitten zu sondieren, da sie zu schwach waren selbstständig bei Mona lange genug zu saugen um ausreichend Milch aufzunehmen. Dann kam mir der Gedanke das ganze mal auf Video aufzunehmen. Möglicherweise könnte es jemandem eine Hilfe sein, der noch nie ein Kitten sondiert hat, bzw. noch nie ein Kitten sondieren musste: